Sonntag, 25. Dezember 2016

Der 25. Chaslev nach Flavius Josephus

Als der König Antiochus aus Furcht vor den Römern aus Ägypten abzog, wandte er sich gegen Jerusalem und rückte vor die Stadt im 143. Jahr der seleukidischen Königsherrschaft. Er nahm die Stadt ohne Kampf ein, da seine Anhänger ihm die Tore öffneten. Sobald er Jerusalem in seiner Gewalt hatte, ließ er viele Angehörige der gegnerischen Partei töten, raubte eine Menge Geld und kehrte dann nach Antiochia zurück.

Zwei Jahre später jedoch, im 145. Jahre der Seleukiden, am 25. Tages des Monats, der bei uns Chaslev (Kislev), bei den Macedoniern aber Apellaios heißt, in der 153. Olympiade, kehrte der König mit großer Heeresschar nach Jerusalem zurück und nahm, indem er eine friedliche Gesinnung heuchelte, die Stadt mit List ein. Diesmal schonte er aber nicht einmal diejenigen, die ihn in die Stadt eingelassen hatten, denn es war ihm in seiner Habgier nur um die Schätze des Heiligtums zu tun. Hatte er doch eine große Menge Gold und die prachtvollen Weihgeschenke im Tempel gesehen. Um das alles rauben zu können, verletzte er selbst den Vertrag, den er mit seinen Anhängern geschlossen hatte. Er plünderte also den Tempel völlig, sodaß er die heiligen Gefäße, die goldenen Leuchter, den goldenen Altar, den Tisch und die Weihrauchfässer fortschleppte und nicht einmal die aus Byssus und Scharlach verfertigten Vorhänge zurückließ. Desgleichen leerte er die verborgene Schatzkammer und ließ überhaupt nichts Wertvolles an Ort und Stelle, sodaß er die Juden in den tiefsten Gram versetzte. Ja, er verbot ihnen sogar die Darbringung der täglichen Opfer, plünderte die ganze Stadt, tötete einen Teil der Bürger und schleppte den anderen samt Weib und Kind in die Gefangenschaft, im ganzen gegen 10.000 Menschen. Die schönsten Stadtteile ließ er in Brand stecken und die Mauern schleifen, und in der Unterstadt errichtete er eine Burg, welche sehr hoch war und den Tempel beherrschte. Diese Burg befestigte er mit hohen Mauern und legte eine macedonische Besatzung hinein; auch hielten sich in ihr die Gottlosen und Verruchten aus dem Volke auf, die ihren Mitbürgern viel Leids antaten. An der Stelle des Altars ließ der König einen anderen errichten, schlachtete Schweine auf demselben und brachte so Opfer dar, die weder gesetzmäßig noch beim Gottesdienste erlaubt waren. Dann zwang er die Juden, die Verehrung ihres Gottes aufzugeben, seine eigenen Götter anzubeten, ihnen in jeder Stadt und in jedem Dorfe Altäre zu erbauen und täglich Schweine zu opfern. Weiterhin verbot er ihnen, ihre Söhne zu beschneiden, und bedrohte die Zuwiderhandelnden mit Strafe. Um aber das Volk zur Befolgung seiner Befehle zu zwingen, stellte er besondere Beamten an. Leider kamen denn auch teils freiwillig, teils aus Furcht vor der angedrohten Strafe viele Juden den Geboten des Königs nach. Die Vornehmsten und Edelmütigsten jedoch kümmerten sich nicht um ihn und hielten ihre väterlichen Gesetze höher als die Strafen, welche den Widerspenstigen angedroht waren. Deshalb wurde tagtäglich eine Anzahl von ihnen unter grausamen Martern hingerichtet: man geißelte und verstümmelte sie und schlug sie dann noch lebend ans Kreuz. Die Weiber aber und die beschnittenen Knaben wurden auf Geheiß des Königs erwürgt, und die letzteren am Halse ihrer gekreuzigten Eltern aufgehängt. Fand sich ein heiliges Buch der eine Gesetzesrolle, so wurden sie verbrannt, und diejenigen, bei denen sie gefunden worden waren, wie Übeltäter hingerichtet.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Moskau/Berlin

Unser Mitgefühl gilt sowohl dem russischen als auch dem deutschen Volk, der Berliner Bevölkerung und den Angehörigen der Opfer ob der brutalen und kaltblütigen Terroranschläge des gestrigen Tages auf den russischen Botschafter in der Türkei und den Weihnachtsmarkt zu Berlin!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Rav Yacov (Yaoub) Attie zt"l - A great Lebanese Jewish leader

It is with great sadness that we announce the passing of Chacham "Yaoub" (Yacov) Attie, A"H at 94 years old. Chacham Yaoub served the Beirut Jewish community selflessly for over thirty years. He was not only a religious leader to the community but a loving father to all who met him. May his memory be a blessing.

Source: Lebanese Jewish Community Council

Dienstag, 27. September 2016

Nationaljudentum - ein Wahnjudentum (Ein Auszug)

Wer nicht zu uns gehört, ganz zu uns gehört, der ist gegen uns. Wer da behauptet, er achte die Orthodoxie in ihren aufrichtigen Bekennern, nur er selber wolle nicht orthodox sein, weil er den orthodoxen Standpunkt nicht teile, ihn für einen längst überwundenen halte, der hat, von unserem Standpunkt aus betrachtet, längst mit dem einzigen, wahren Judentum im Innern gebrochen, er hat sich losgesagt von Hakadosh Baruch Hu und seiner Thora, und das Judentum, das er sich, weil er nun einmal als assimilationunfähiger Jude ein Judentum nicht entbehren kann, aus erträumten Idealen einer in weite Nebelfernen hinausgerückten, auf Zion beruhenden Nationalkultur, notdürftig zusammengezimmert, ist ein - Wahnjudentum. Was macht uns zu Juden? Die Geburt? Die Erinnerung an vergangene Herrlichkeit des Judentums? Das jüdische Herz? Das jüdische Gefühl? Nein und tausendmal nein! Gewiß, die Bestimmung Jude zu sein, verliert kein Jude. Er wird mit dieser Bestimmung geboren. Ob er nun aber aus dieser Bestimmung praktische Konsequenzen für's Leben zieht, oder nicht, ob er sein Leben in allen seinen Beziehungen unter das Diktat der Thora stellt oder nicht, ob er in seinem Genussesleben die von der Thora gezogenen Schranken bewahrt oder nicht, ob er Koscherfleisch genießt, ob er Tefillin legt, Schabbos und Jomim Towim hält, die Gesetze für's eheliche Leben beobachtet, seine Kinder jüdisch erzieht und sie herantreten läßt an die Quellen des jüdischen Schrifttums, auf daß sie Begeisterung daraus schöpfen und Liebe für ihren jüdischen Beruf und ihre nationale Aufgabe - oder nicht -: das und nur das allein entscheidet darüber, ob der mit der ewigen, unvergänglichen und unverlierbaren Bestimmung, Jude zu sein, geborene Jude in Wirklichkeit Jude ist oder nicht. Judentum heißt: Thora. Jude sein: die Thora halten. Was sagt der Zionismus dazu? "Religion ist Privatsache".

Raphael Breuer sel. A., 1903

Montag, 28. März 2016

Jews in Lebanon

President of the Lebanese Jewish Community Council, Mr. Isaac Arazi: "We identify as Lebanese and we belong in Lebanon one hundred percent. Our condition is just like that of the rest of Lebanon. We are investing lots of resources into reviving the Jewish community by renovating Magen Abraham, the only synagogue that's left. We even raised money from Lebanese Jews outside the country, but Christians and Muslims also helped us renovate. Even the company that's responsible for development and rehabilitation of Beirut helped us in accordance with the law that the state should help to renovate houses of worship." There has been a lot misinformation circulated about the Lebanese Jewish community in the media, amongst people who are self-proclaimed experts on the internet. We are all entitled to our own opinions but not our own facts. There are more than 2,000 Lebanese Jews in Lebanon, this is according to the President of the Lebanese Jewish Community Council, Mr. Isaac Arazi who actually lives in Lebanon. We kindly ask people to stop making baseless claims and wholesale generalizations about a community they don't know and/or a country they have never visited. The Synagogue was renovated by Lebanese Jews for the Lebanese Jewish community to be a place of worship, no more and no less. The Synagogue isn't publicly opened for security considerations, there is a minimum amount of people in Beirut to hold prayers, the community holds prayers in private places and the Lebanese Jewish Community Council looks after the social, religious, and even economic interests of Jews residing in Beirut and throughout Lebanon.

Freitag, 25. Dezember 2015

Juden in Isfahan/Iran

Die Wahrheit über Juden im Iran. Hier am Beispiel Isfahan. Doch das ändert nichts an der zionistischen Lügenpropaganda und auch nichts daran, dass der zionistische Mörderstaat bei einem Angriff auf den Iran die Vernichtung des 2700 Jahre alten iranischen Judentums längst mit einkalkuliert hat.

Sonntag, 22. November 2015

Kennzeichnungspflicht

Das zionistische Regime plant Revanche. Jenen Israelverstehern, die die Kennzeichnungspflicht für Waren aus den zionistisch besetzten Gebieten mit dem Nazi-Slogan "Kauft nicht bei Juden" vergleichen, möchte ich doch gerne folgendes in Erinnerung rufen: 1. Damals traf der Nazi-Boykott jüdische Geschäfte und Unternehmen deutscher Juden in Deutschland. 2. Diesem Boykott ging bereits im März 1933 ein von zionistischen Organisationen organisierter Boykott deutscher Waren in den USA voraus. 3. Bei der von der EU geforderten Kennzeichnungspflicht geht es überhaupt nicht um einen Boykott sondern lediglich um eine exaktere Angabe darüber, wo diese Produkte ihren Ursprung haben. 4. In aller Regel sind es genau jene Israelversteher, die jetzt wieder "den Juden" für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, die sich dann hier in Europa für das Schächt- und das Beschneidungsverbot stark machen. Und genau dies ist antijüdisch und nicht eine lächerliche Kennzeichnung von Waren aus einem Staat, der widerrechtlich fremdes Territorium besetzt hält.

Sonntag, 10. Mai 2015

Zum "heiligen" 8. Mai

Als Jude beweine ich die Vernichtung des europäischen Judentums im Zuge des 2. Weltkriegs und gedenke selbstverständlich unsrer Opfer. Sie ist Teil unsrer jüdischen Geschichte. Für die Gefangenen in den Lagern war das Ende der Schreckensherrschaft in der Tat eine Befreiung aus Knechtschaft, Leiden und Tod! Doch warum sollte ich als deutscher Jude die Vertreibung, den Bombenkrieg der Alliierten und das dadurch verursachte Leid an Deutschen auch als Befreiung empfinden?

Mittwoch, 22. April 2015

Rabbiner Samson Raphael Hirsch sel. A.:

The Jewish people and the Torah are different from any other people and any other set of laws. They are the only people in history to have laws before it had a land, and this is the only legal code that was not instituted to enrich the life of a people and to establish their prosperity on their national soil. Just the opposite! The Torah is itself the purpose towards which everything else is directed. Every other nation first became a people because it had a land, abnnd then fashioned laws in order to keep its land. But you become a people by virtue of the Torah, and only when you received it were you given a land for its sake. Other nations' laws reflect their unique national character as shaped by their geography and the ebb and flow of their history; while the man through whose hands you received the Torah (Moses) never set foot on the soil of your land in his life.... The Torah is absolute and eternal, while you and the land are relative and temporary. Its laws do not fluctuate with your fortunes and those of the land, rather you and the land rise and fall according to your devotion to the Torah. You await eagerly the moment when the gates of the land will be opened before you, the land you are given in order to keep the Torah. You are the people of the Torah - not the people of the land, and the land is the land of the Torah - without the Torah it is not the Land of Israel.

Rabbi Samson Raphael Hirsch - Architect of Torah Judaism for the Modern World, page 274. Deutscher Originaltext: Pentateuch-Kommentare, Devarim 4:5; Gesammelte Schriften I, S. 114; II, S. 4; VI, S. 64; VII, S. 96; VIII, S. 293; Die Neunzehn Briefe, Briefe 8, 9, 16; Kommentare, Shemos 25:13; Kommentare, Psalmen 78:54