Freitag, 13. Juli 2012

Regierung will die Beschneidung per Gesetz regeln

...titelt die Süddeutsche Zeitung. "Religionsbedingte Beschneidungen bei Jungen dürfen in Deutschland nicht strafbar sein", formulierten der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries.

Auch andere im Bundestag vertretene Parteien und die Bundesregierung haben sich mittlerweile dafür ausgesprochen, daß für jüdische und muslimische Beschneidungen in Deutschland künftig gesetzliche Rechtssicherheit geschaffen werden muß.

Wir begrüßen diese Aussagen außerordentlich, atmen durch und sehen mit Freude und Zuversicht einer klaren Gesetzesregelung entgegen, damit jüdisches Leben in Deutschland nicht nur weiterhin möglich ist, sondern sich - mit Gottes Hilfe - intensivieren möge.

Unser Dank gilt aber auch jenen katholischen Bischöfen, die sich öffentlich gegen das unsägliche Urteil des Kölner Landgerichts positioniert haben.
 
Stellvertretend für alle sei besonders Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hervorgehoben, der von der SZ mit den folgenden Worten zitiert wird: "Wer dazu schweigt, wenn Ungeborenen das Leben genommen wird, hat kein moralisches Recht, die Beschneidung zu kriminalisieren."
 

Wir zogen in unserer ersten Stellungnahme zum Kölner Urteil inhaltlich genau dieselbe Parallele und sichern von hier aus dem christlichen Kampf gegen Abtreibungen in Deutschland unsere volle Unterstützung zu.
 
Umfragen zeigen, daß eine Mehrheit der Deutschen gegen "rituelle Beschneidungen" bei Jungen ist. Interessant dabei ist vor allem, wie sehr sich diese deutsche Mehrheit plötzlich um eine angebliche "körperliche Unversehrtheit" jüdischer und muslimischer Kinder Sorgen macht. Das geht einem ja richtig ans Herz.

Kommentare:

  1. Graumanns Drohung, das jüdische Leben
    würde Deutschland verlassen, wenn nicht
    in ihrem Interesse gehandelt würde,kann
    nur als Leer bezeichnet werden, denn anderswo
    hätte man nicht soviel Macht über Rückgratlose
    Politiker und könnte Rechtsprechung einfach
    ignorieren.

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    1. Ich sehe darin keine Drohung, höchstens eine Feststellung. Wem wollte denn man mit solch einer Äußerung drohen? Die Rechtsprechung wird im übrigen auch nicht ignoriert, sondern es wird unsererseits nur die Konsequenz daraus gezogen werden müssen, daß man unsere Jungen in einem anderen Land beschneiden läßt bzw. Deutschland deswegen ganz verläßt, um nicht kriminalisiert zu werden. Das ist auch schon alles und ich finde, das darf man denken und sagen dürfen. In diesem Fall selbst ein Graumann, mit dem ich ansonsten eher keine Gemeinsamkeiten habe.

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