Sonntag, 17. Februar 2013

Zentralrat und NPD-Verbotsverfahren

Von REUVEN J. CABELMAN

Deutschlands zionistischer Zentralrat "der Juden" hat in einer offiziellen Stellungnahme vergangenen Donnerstag erklärt, er trete "weiterhin resolut für das NPD-Verbotsverfahren" ein.

Das thoratreue und authentische Judentum weist hingegen ausdrücklich darauf hin, daß orthodox-jüdische Organisationen oder Repräsentanten desselben niemals im Laufe ihrer Geschichte irgendwo Verbote von bürgerlichen und demokratischen Parteien gefordert haben.

Derlei Entscheidungen und Provokationen dieses Zentralrats stehen nicht in Einklang mit Geschichte und Tradition des deutschen Judentums. Sie verkünden lediglich lautstark die Interessen einer kleinen radikal-zionistischen Gruppe und stehen nicht nur in dieser Frage in absolutem Widerspruch zum authentischen Judentum.

Kommentare:

  1. Ist die NPD eine tolle Partei? Nein.
    Sind das nette Typen von der NPD? Nein.
    Sollte die NPD verboten werden? Nein!
    Warum nicht? Lesen Sie hierzu entsprechenden Beitrag eines Münchener Philosophieprofessors aus München im Philo.- Magazin. Einer Partei, die Bundesweit bei einem prozent herumdümpelt, eine derartige Aufmerksamkeit zu schenken, ist übertrieben. Die Wahlergebnisse der NPD sind ausserdem ein hervorragender Gradmesser dafür ob wir gescheitert sind oder nicht.

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  2. "daß orthodox-jüdische Organisationen [...]niemals [...]Verbote von bürgerlichen und demokratischen Parteien gefordert haben."

    Die NPD ist keine bürgerliche Partei. Die Konformität mit Demokratie und Rechtsstaat ist der Kanckpunkt der Verbotsdiskussion.

    Im Übrigen frage ich mich bei der Sichtung dieser Seite, ob es diese eher in der politischen Rechten oder im religiösen Fundamentalismus anzusiedeln ist?!?

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    1. Ich denke, es ist ziemlich mühsam mit Ihnen darüber diskutieren zu wollen, was man unter bürgerlich bzw. demokratisch jeweils verstehen mag. Fakt ist jedoch, daß die NPD seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in der BRD zugelassen ist und an bürgerlichen Wahlen aktiv teilnimmt und ihr ist es seit ihrer Existenz jedenfalls noch nicht gelungen, die BRD und ihr Grundgesetz durch einen Putsch, eine Revolution oder ähnliches zu Fall zu bringen. Ich weiß auch nicht, ob das Programmpunkt dieser Partei ist.

      Aber darum geht es auch nicht in erster Linie! Worum es geht, ist, daß eine Interessenvertretung einer dem Judentum fremden Ideologie, nämlich jene des Zionismus, in Deutschland nicht darüber zu befinden oder zu beratschlagen hat, welche Organisationen und Parteien nun innerhalb des gesamten demokratischen Spektrums in diesem Lande zum Wahlangebot gehören dürfen. Das ist anmaßend und vor allem ist es auf mittlere Sicht gefährlich für uns Juden.

      Ihre "Sichtungsfrage", Herr Koslowski, läßt sich sehr einfach beantworten: Judentum war immer schon "religiös-fundamentalistisch"! Unsere Thora ist es und es erfüllt uns mit einem gewissen Stolz, wenn Sie zu diesem Ergebnis gekommen sind.

      In Deutschland ist man nur auch aufgrund einer sehr verzerrten Darstellung von dem, was Judentum angeblich ist, nicht mehr gewohnt, daß es vor dem Krieg eben auch dieses "fundamentalistische" Judentum existierte, das im übrigen in seiner politischen Ausrichtung immer national und vaterlandstreu ausgerichtet war. Das eine ergänzt sozusagen das andere.

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