Montag, 6. Mai 2013

Zionistische Regierung beschließt Deportation von Beduinen

Jerusalem - Laut einer AFP-Meldung hat die zionistische Regierung am Montag einen Gesetzentwurf zur Zwangsumsiedlung Zehntausender Beduinen beschlossen. Der Entwurf, der nun im Parlament diskutiert und verabschiedet werden muß, sieht die Umsiedlung von 30.000 bis 40.000 Beduinen in der südlichen Negev-Wüste in anerkannte Siedlungen vor. Rund 12.000 weitere Nomaden sollen demnach das Recht erhalten, an ihren bisherigen Siedlungsorten zu bleiben. Bei Vertretern der arabischen Minderheit stießen die Pläne auf entschiedene Ablehnung.

Der Verein für Bürgerrechte in Israel (ACRI) rief die Regierung auf, die bestehenden Dörfer der Beduinen anzuerkennen, anstatt die Bewohner umzusiedeln. "Diese erzwungene Umsiedlung wird dutzende Dörfer und Zehntausende Beduinen treffen, die ihren Besitz und ihr historisches Recht an ihrem Land verlieren werden, während die sozialen Strukturen ihrer Gemeinschaft zerstört werden, sodaß tausende Familien zu Armut und Arbeitslosigkeit verurteilt werden", erklärte die israelische Nichtregierungsorganisation.

In Israel leben rund 160.000 Beduinen, die meisten davon in oder um die Negev-Wüste. Mehr als die Hälfte lebt in nicht anerkannten Dörfern ohne öffentliche Dienstleistungen. Rund 200 Demonstranten, die meisten von ihnen Beduinen, demonstrierten am Montag vor dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gegen die Pläne. Dabei hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift: "Das Ziel ist, uns zu entwurzeln" in den Händen. Laut der ACRI fördert die Regierung den Bau zionistischer Siedlungen - teilweise auf den Ruinen der Beduinen-Dörfer.

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