Mittwoch, 5. Juni 2013

Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina


Dieses im Promedia-Verlag zu Wien erschienene Buch von Petra Wild wird vom Soziologen Moshe Zuckerman in der "Süddeutschen Zeitung" rezensiert. Ein Auszug:

"Dass sich die Leute, die sich mit Israel solidarisieren, nicht um palästinensisches Leid scheren, versteht sich von selbst. Dass sie sich aber auch nicht wirklich für Juden interessieren, sondern nur für deren Abstraktion als "Juden = Zionisten = Israelis", liegt ebenso klar auf der Hand: Nicht nur agieren sie unmoralisch den Palästinensern gegenüber, sondern ihre "moralische Verpflichtung" den Juden gegenüber erweist sich als Parteinahme für das, was ihnen als projizierte Abstraktion das Ausleben unverarbeiteter Befindlichkeiten ermöglicht.

Die Unbescholtenheit von "Juden = Zionisten = Israelis" darf auf keinen Fall infrage gestellt werden; sie allein garantiert die Makellosigkeit derer, mit denen man sich solidarisieren muss, um sich selbst - "wiedergutmachend" - moralisch schadlos zu halten.

Nun haben aber jüdische Israelis im zionistischen Land seit Jahrzehnten Schlimmstes verbrochen. Darum geht es in Petra Wilds Buch. Kapitel um Kapitel zeichnet sie nach, auf welcher Basis sich das viel gerühmte zionistische Projekt - sei es als Zufluchtsland der Holocaust-Überlebenden oder als "einzige Demokratie im Nahen Osten" - herausbildete, auf welche strukturellen und ideologischen Fundamente es gestellt war."

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